Passt die Arbeit in einer Marketing Agentur zu dir?

Chriso Klepke

Chriso Klepke

10.17.2021

Viele verbinden Arbeit in einer Agentur mit Überstunden, geringen Gehältern und viel Stress. Man kann das sicherlich nicht komplett abstreiten. Ich für meinen Teil hatte bislang großes Glück und ich sehe mich auch noch weiterhin lange mehrere Kunden bei ihren Herausforderungen unterstützen.

Doch auch wenn meine Erfahrung als Mitarbeiter einer Agentur alleine keine große sample size ist, bin ich der Meinung, dass Erfahrung in einer Agentur dich wirklich sehr weit voranbringen kann. Nicht umsonst findet man in vielen Stellenausschreibungen Formulierungen wie Agenturerfahrung erwünscht.

Schauen wir uns doch daher einfach mal an, was der Vorteil eines Jobs in der Agentur ist und ob es wirklich so miesen Bedingungen sind wie viele denken.

Berufserfahrung x 10

Eine der großen Vorteile, insbesondere wenn du früh in deiner Laufbahn in einer Agentur arbeitest, ist die steile Lernkurve. Du siehst einfach extrem viel in verhältnismäßig kurzer Zeit.

Alleine dadurch, dass du mehrere Projekte und mehrere Kunden betreust, hast du schnell Einblick in verschiedene Zielgruppen, Branchen, Prozesse und Strategien.

Sicherlich wirst du in Themen hineingeworfen, welche nicht in deiner Komfortzone sind oder du vielleicht gar keine Ahnung hast. Doch irgendwo müssen wir eben alle mal anfangen und in einem Agenturumfeld bekommst, kommst du in der Regel schneller den Durchblick.

Das liegt daran, dass viele Agenturen eben Zeit gegen Geld tauschen. Jede Stunde, die nicht effektiv genutzt wird, kostet daher Umsatz. Ganz davon abgesehen, ob das generell ein gutes Business Model ist: Du hast du gar nicht viel mehr Möglichkeiten als einfach loszulegen, was uns damit gleich zum nächsten Punkt bringt.

Getting Shit Done

Bevor ich meinen ersten Job in einer Digital-Agentur in München bekommen habe, habe ich für ein paar Start-ups in Leipzig gearbeitet. Zunächst als Praktikant aber dann auch als fest angestellter Mitarbeiter.

Erfahrungen in Start-ups zu sammeln ist sicherlich für sich auch keine schlechte Sache. Ich denke, dass das für viele die ersten Touchpoints mit der Generierung von Aufmerksamkeit, Leads und Conversions ist.

Doch zwei Sachen habe ich regelmäßig sowohl bei mir als auch bei anderen wahrgenommen:

  • Das kleine oder fehlende Budget und damit viel weniger Möglichkeiten.
  • Die Aversion sich festzulegen. Sei es eine bestimmte Zielgruppe, Initiative oder strategische Ausrichtung.

Durch den leichten Zeitdruck, den man in einer Agentur eben hat, lernt mal relativ schnell wie gut eigentlich 80 % sind.

Der Unterschied zwischen einer guten zu einer hervorragenden Marketing-Person ist der, dass man erkennt, wann gut eben gut genug ist und wann man vielleicht besonders starke Arbeit abliefern muss.

Während man sich in manchen Unternehmen erst 10-mal im Kreis dreht, bevor was entschieden wird, hat man in der Agentur schon lange etwas umgesetzt.

In den wenigsten Fällen ist Perfektion wirklich erforderlich, doch wir schaffen es immer wieder uns an Kleinigkeiten aufzuhängen, deren Effekt einfach minimal ist. Ich arbeite auch immer noch daran diese Einstellung zu verinnerlichen. Besonders, wenn es um meine Arbeit an Conversion Mate geht.

In einer Marketing-Agentur, in der jede der Mitarbeiterinnen sein Spezialgebiet hat, aufeinander verlassen werden muss, Deadlines und Launchdates mit den Kundinnen eingehalten werden müssen, ist Done eben Done.

Ausbau deines Netzwerks

Ich bin wirklich kein Fan von Networking. Aber ich meine auch gar nicht, dass du auf irgendwelchen Meetups Leute anquatschen sollst und irgendwelchen random Menschen auf LinkedIn Anfragen schicken sollst.

Was ich meine ist der Umstand, dass du nicht nur sehr viele Leute kennenlernst, sondern auch aktiv mit ihnen arbeitest.

  • Kundinnen
  • Freelancer
  • Partneragenturen
  • Dienstleister

Wen wird die freiberuflich angestellte Copywritterin wohl ansprechen, wenn sie ihr eigenes Unternehmen gründet? Die Person die 10 Minuten auf dem Meetup vor einem halben Jahr nur über sich selbst geredet hat, oder die mit der sie 2 Monate gemeinsam das Projekt bearbeitet und abgeschlossen hat.

Stress ist nicht gleich Stress

Zugeben, das häufig verwendete Zeiterfassungssystem in welchen deine Stunden auf die verschiedenen Kunden und Projekte gebucht werden, verursacht schon Druck immer etwas auf die Beine stellen zu müssen.

Ich für meinen Teil habe gelernt damit umzugehen. Es kommt immer mal vor, dass man gerade nicht wirklich effektiv arbeitet. Und das ist mehr als ok und sollte auch jedem Arbeitgeber bekannt sein. Niemand kann immer 120 % abrufen. Aber sicherlich ist es die ersten Monate oder Jahre ungewohnt genau zu erfassen, woran du genau gearbeitet hast.

Doch gerade in meinen ersten Jobs hat mit viel mehr gestört, das sich gefühlt alles sehr langsam bewegt hat. Ich denke das kennen einige: Man ist gerade mit der Uni fertig und steckt voller Tatendrang und Lust etwas zu bewegen. Aber manchmal wird man ausgebremst, kann seine eigenen Ideen nicht umsetzen oder es wird einfach einem nichts zugetraut.

Wenn es dir also genauso geht, solltest du dir das mit der Arbeit in einer Marketing-Agentur evtl. überlegen.

Gehalt und Arbeitszeit

Eine Sache die in Agenturen häufig zum Nachteil haben sind die geringeren Gehälter und die Überstunden, die erwartet werden. Davon sind insbesondere Praktikanten und Junior-Stellen betroffen.

Leider gibt es nur ältere Artikel und kaum genauere Statistiken zum Gehaltsvergleich von Unternehmen vs. Agentur. Ich bin mir sicher, da ist nach wie vor etwas dran, zumal das auch lokal sehr unterschiedlich ist.

Aber ich glaube auch, dass wir gerade einen Wandel erleben. Talente und Arbeitnehmerinnen fordern (mit Recht) mehr Work-Life-Balance, faire Bezahlung und ein gesundes Arbeitsumfeld.

Sollte ein Job in einem solchen Unternehmen für dich infrage kommen, dann checke insbesondere Agenturen aus, die remote einstellen. Damit wird nicht nur die Summe an für dich geeignete Stellen größer, sondern du kannst auch davon ausgehen, dass der Arbeitsplatz etwas zeitgemäßer ist.

Dennoch bleibt die Gefahr von schlechteren Löhnen, viel Stress und langen Arbeitstagen ist weiterhin geben.

Wenn man aber die Sache vorsichtig angeht, so kann sich 1-2 Jahre Erfahrung in einer Marketing-Agentur trotzdem für die künftige Jobsuche gut auszahlen.

Finde das was zu dir passt

Egal, ob Unternehmen oder Agentur: Am Ende gibt es in beiden gute Karrierechancen. Ich kann aus meiner Erfahrung aber Arbeit in der Agentur mit vielen verschiedenen Kunden gerade als Berufsanfänger nur empfehlen. Selbst für kurze Zeit kann sich das schon auf deine spätere Bewerbungschancen positiv auswirken.

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